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Vesperkirche: Hilferufe nach nötiger Trendwende

Veröffentlicht am 16.02.2018
in Ludwigsburger Kreiszeitung

Vesperkirche: Hilferufe nach nötiger Trendwende

Die 25-Jährige lebte bei ihrem Freund,
jetzt hat er die Beziehung beendet und
wenn sie nicht ein Bekannter zu sich geholt
hätte, wäre sie jetzt obdachlos. „Ich
bin psychisch am Ende und brauche Hilfe“,
schreibt die Frau an Heinrich Knodel,
den Geschäftsführer der Wohnungslosenhilfe
Ludwigsburg. Regelmäßig bekommt
er derzeit E-Mails und Briefe von Menschen,
die angesichts der Wohnungsknappheit
nicht mehr weiterwissen.
„Schönen guten Tag. Ich bin ab morgen
obdachlos. Ich habe so gut wie alles versucht.
Sie sind meine letzte Hilfe. Ich hoffe,
Sie können mir weiterhelfen“, heißt es
in einer weiteren E-Mail. Da ist außerdem
der allein lebende 50-Jährige, dem die
Wohnung gekündigt wurde und der jetzt
auch noch arbeitslos ist. 130-mal hat er
sich für eine Wohnung beworben, ohne
Erfolg. Oder das Ehepaar, bei dem eine
Räumungsklage anhängig ist. Hinzu
kommt die Krebserkrankung des Mannes,
die sich als Hemmnis bei der Wohnungsvermittlung
darstellt. Das Ehepaar steht
zwar auf der städtischen Liste für Sozialwohnungen,
mehr auch nicht. „Ich bin am
Ende meiner Kräfte, ich kann nicht mehr“,
schreibt die Frau. Oder die Schwangere,
die mit arbeitssuchendem Mann und vierjährigem
Sohn mangels eigener Wohnung
bei den Schwiegereltern lebt, dort aber so
schnell wie möglich weg will.
„Wir müssen die Menschen dann erst
mal enttäuschen, weil wir gar keine Wohnungen
vermitteln“, sagt Knodel. Die
Wohnungslosenhilfe betreibt eine Tagesstätte
und bietet Unterkünfte für Obdachlose
an, zudem gibt es jetzt als Novum eine
Fachstelle Wohnungssicherung, die
sich laut Knodel bewährt hat.

 

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